Fluch oder Segen
Ob die Corona-Pandemie ein Vorteil oder ein Nachteil für das Klima ist, lässt sich nicht so einfach sagen. Einerseits sind die Treibhausgase ausstoße deutlich gesunken, doch andererseits ist der Ausstoß weiterhin viel zu hoch. Im Vergleich zum Vorjahr (53 Gigatonnen) finden heuer 47 Gigatonnen CO2 Äquivalente ihren Weg in unsere Atmosphäre. Dies bedeutet zwar das die Corona-Pandemie zum größten Emissionsrückgang seit dem 2. Weltkrieg geführt hat, was an sich vielversprechend klingt, doch um das Pariser Klimaziel zu erreichen, müssten die Treibhausgase ausstoße jedes Jahr um 5 % sinken, das heißt weltweit müsste jedes Jahr ein Corona-Jahr sein.
Ein gravierender Nachteil ist außerdem der wirtschaftliche Einbruch, durch den die Klimakrise verdrängt wurde.
Laut WIFO gibt es nur ein Risiko, das nach wie vor größer ist als eine weltweite Pandemie- und das ist der Klimawandel.
Doch allzu oft wird er unterschätzt oder gar nicht wahrgenommen, und das nicht nur in Zeiten von Corona. Doch da die Corona-Pandemie ein gegenwärtiges Problem ist erlangt sie weltweite Präsenz. Im Gegenteil zum Klimawandel, welcher noch in der Ferne liegt und somit nicht als aktuelles Problem erachtet wird und erst für die spätere Generation zur Problematik wird. Bedeutend ist auch, dass sich die Corona-Pandemie auf nationaler Ebene wirksam eindämmen lässt, doch der Klimawandel nur in einer global koordinierten Anstrengung verlangsamt werden kann.
